Medientechnik

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Ausstattung von Vortrags-, Konferenz- und Schulungsräumen

Zeitgemäße und effiziente Kommunikation und Information erfordert heute den Einsatz audiovisueller Medien. Für Jahrzehnte waren sogenannte "optische Medien" die Standardausstattung von Hörsälen und Konferenzräumen, allen voran der Tageslichtprojektor, gefolgt von Dia- und Filmprojektoren sowie Episkopen. Die Dominanz dieser konventionellen Medien konnte von der aufkommenden Videotechnik nicht gebrochen werden, erst die multimediale Computertechnik veränderte die Kommunikationsgewohnheiten vollständig. Weltweite kostengünstige Kommunikation kann heute nur mit Hilfe elektronischer, audiovisueller Medien erfolgen. Aber auch die lokale Kommunikation baut zunehmend auf den PC und damit zwangsweise auf audiovisuelle Medientechnik.

Die obersten Kommunikationsziele sind:
• zeigen, sehen und gesehen werden
• sprechen, hören und verstanden werden.
Aufgabe der audiovisuelle Medientechnik ist es, diese Kommunikationsziele auch für größere Gruppen und größere Räumen - gegebenenfalls auch über weite Distanzen - zu erfüllen.
Grundvoraussetzung für eine gute Sprachverständlichkeit und eine hochqualitative, kontrastreiche Visualisierung ist eine dafür ausgerichtete Architektur. Wichtige Elemente sind dabei Raumform und -höhe, Akustik und Lichtmanagement. Die moderne Architektur mit ihren großen Glasflächen, vielen harten Oberflächen aus Beton, Stein und Stahl bietet leider denkbar schlechte Voraussetzungen für eine entsprechende Umsetzung.


Ausstattung von Vortrags-, Konferenz- und Schulungsräumen
Erste Wahl bei der Konzeption der Visualisierungstechnik sind Projektoren in Auf- oder Rückprojektion. Die Vorteile der Rückprojektion liegen in der Hellraumtauglichkeit und der unsichtbaren Technik. Sie hat aber ihre Grenzen in der Bildgröße (3,80 m Diagonale), benötigt rückwärtigen Raum und ist kostenintensiver. Alternativ bietet sich die klassische Aufprojektion mit Deckenmontage des Projektors an. Für kleinere Konferenzräume kommen Flachbildschirme mit bis zu 155 cm Diagonale in Frage.

Besonders wichtig für die Bildqualität ist ein optimales Lichtmanagement. Dieses beinhaltet einerseits Sonnenschutz und Verdunklung und anderseits die optimale Platzierung und Auswahl der Leuchtkörper. Für die mediengerechten Auswahl der Lichtszenen ist eine Lichtsteuerung und Dimmung notwendig.

Bei der Projektionstechnik wetteifern heute vier Technologien. Die Röhrentechnik findet auf Grund seiner geringen Lichtleistung nur noch bei der Simulation und dem Heimkino Verwendung. Die anderen Basistechnologien, LCD (Liquid Crystal Device), DLP (Digital Light Processing) und DLA (Digital Light Amplifier) sind bedeutend lichtstärker, matrixorientiert, digital und weit einfacher zu nutzen. Wichtige Auswahlkriterien sind die erforderliche Bildqualität bezüglich Auflösung sowie die Farb- und Graustufenwiedergabe. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Helligkeit, die in ANSI Lumen mit einem genormten Messverfahren gemessen wird. Die erforderliche Projektionshelligkeit hängt von der Umfeldhelligkeit, der Bildgröße und dem Kontrast des Bildes ab. Verfügbare Objektive, Geräuschpegel, elektronische Kompatibilität, Betriebssicherheit, Schnittstellen und schließlich das Budget sind weitere Kriterien. Aber auch die Auswahl der Projektionsfläche hat großen Einfluss auf die Bildqualität. Horizontaler und vertikaler Betrachtungswinkel, Gain-Faktor und Helligkeitsverteilung sind dabei wichtige Qualitätsfaktoren.

Damit die Bildschirmsignale auch den Projektor erreichen, ist ein umfangreiches Signalmanagement erforderlich. Zur Signaleinspeisung dienen Anschlussfelder auf dem Tisch, im Boden oder an der Wand, sie erlauben den einfachen Anschluss von Laptops oder Hochauflösender Dokumentenkameras. Verstärker, hochwertige Kabel, Schalter und Kreuzschienen routen das ausgewählte Bild zum Projektor oder zum Mitschaumonitor. Videorecorder und DVD-Player dienen als weitere Signalquellen.

Beim Ton unterscheiden wir zwischen dem zu verstärkenden Life-Ton des/der Referenten und dem Ton aus der Konserve (Programmzuspielung).
Die Lautsprecher sind immer so zu platzieren, dass ein akustischer Bezug zum Bild bzw. zum Sprecher besteht. Besonders bei großen Räumen mit niedriger Deckenhöhe ist eine ergänzende Flächenbeschallung erforderlich. Mit elektronischen Verzögerungsgeräten wird der akustische Bezug zum Sprecher aufrecht erhalten. Wichtige Qualitätsfaktoren bei der Auswahl der Lautsprecher sind hinreichender Frequenzgang, ausreichender Schalldruck sowie der Abstrahlwinkel.
Die Platzierung der Lautsprecher muss so erfolgen, dass viel Direktschall und wenig indirekter Schall mit hohen Nachlaufzeiten entsteht. Besonders kritisch ist das Design von Sprachverstärkungsanlagen. Dabei muss als kompromissloses Ziel eine gute Sprachverständlichkeit im Vordergrund stehen. Die harten Oberflächen moderner Architektur in Verbindung mit Mikroportanlagen mit Lavaliermikrofonen stellen die Technik vor fast unlösbaren Aufgaben. Eine ausreichende Lautstärke ist aufgrund der starken Reflexionen und der dadurch entstehenden Rückkopplungen nicht zu erreichen. Nur akustische Maßnahmen bei der Raumgestaltung (Schallsegel, Vorhänge, Polster, Wand-/Deckenbehandlung, Teppich) und die Verwendung eines Nacken oder Kopfbügelmikrofons verbessert wesentlich die Sprachverständlichkeit. Elektronische Maßnahmen zur Rückkoppelungsunterdrückung und Signalverbesserung ergänzen dies. Quellen für die Programmzuspielung sind CD oder DVD-Player, Kassettendecks, Videorecorder und immer häufiger der PC.

Medienmöbel haben im wesentlich die Aufgabe elektronische Geräte, die zur Kommunikation erforderlich sind, aufzunehmen. Dies beginnt beim Rednerpult und reicht über den Referententisch bis zum Technikschrank. Ihre Konzeption hat besonders unter den Gesichtspunkten der Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit zu erfolgen. Weitere Kriterien sind Betriebssicherheit, Diebstahlsicherung und Design.

Eine Raum-, Licht- und Mediensteuerung verbindet alle relevanten Geräte eines Konferenz- und Schulungsraumes. Bidirektionale Schnittstellen sorgen für eine hohe Betriebssicherheit. Über Bedienterminals erfolgt die individuelle Steuerung. Erst ein durchdachtes Design der Bedieneroberfläche und eine Verknüpfung aller erforderlichen technischen Funktionen macht die Nutzung der Medientechnik durch den Laien möglich. Optimales Eingabemedium eines solchen Steuerungssystems sind Touch Panel-Displays. Eine anwendungsorientierte Gestaltung der Oberflächen in punkto Inhalt und Grafik, sowie die logische Verknüpfung aller voneinander abhängigen Steuerungsfunktionen schaffen die Voraussetzung für eine intuitive Bedienung.

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